Krebs

Im Tabakrauch sind über 90 krebserregende Substanzen enthalten, die die DNA schädigen können. Zwar können DNA-Schäden über verschiedene enzymatische Wege repariert werden, doch bei Rauchern ist diese DNA-Reparaturkapazität beeinträchtigt. Rauchen verringert hinzu die natürlichen Killerzellen, die das Immunsystem gegen Krebszellen einsetzt. Daher haben Raucher ein erhöhtes Risiko für Krebserkrankungen.

Alle Organe, die mit Zigarettenrauch oder dessen Inhaltsstoffen in Berührung kommen, sind stärker krebsgefährdet. Besonders betroffen sind Bereiche der oberen Atemwege wie Lunge, Mundhöhle, Zunge, Rachen, Kehlkopf, Speiseröhre, Luftröhre und Bronchien. 25-30% aller Krebserkrankungen sind durch das Rauchen bedingt, beim Lungenkarzinom sind es sogar 90%. Rauchen fördert Krebs auch in anderen Organen wie Pankreas, Harnblase, Nieren, Gebärmutterhals und fördert bestimmte Formen der Leukämie.

Für die durch das Tabakrauchen induzierten Karzinome besteht eine eindeutige Dosis-Wirkungsbeziehung.

Das Risiko ist umso höher, je mehr Zigaretten täglich geraucht werden, je früher mit dem Rauchen begonnen wurde und je länger geraucht wird, je tiefer inhaliert wird und je stärker die Zigaretten sind.