Zusammensetzung und Additive im Zigarettentabak

Bisher wurden im Zigarettenrauch ungefähr 4800 Bestandteile identifiziert, wovon die meisten erst beim Verbrennen entstehen.  Nebst den Stoffen, die im Tabak natürlich vorkommen, werden der Zigarette bei der Herstellung noch viele Substanzen hinzugefügt. Die meisten Inhaltsstoffe im Rauch sind gasförmig vorhanden, mehr als ein Zehntel sind feste Partikel. Die verschiedenen Stoffe haben ganz unterschiedliche Wirkungen, die auf vielfältige Weise unseren Organismus belasten. Die am besten untersuchten Bestandteile im Tabakrauch sind Nikotin, Teer und Kohlenmonoxid. 

Stoffe im Tabakrauch

Unter anderem sind folgende Stoffe bekannt:

  • Teer
  • Kohlenmonoxid
  • Nikotin
  • Reizgase
  • Freie Radikale
  • Stickstoff
  • Nitrosamine
  • Polonium 210
  • Benzo(a)pyren
  • Benz(a)anthrazen
  • Cadmium
  • Cyanide
  • Nickel
  • Zink
  • Formaldehyd
  • Stickoxide
  • Ammoniak
  • Aceton
  • Acrolein
  • Benzol
  • Hydrazyn

Die am besten untersuchten Stoffe im Tabakrauch sind Nikotin, welches natürlich in der Tabakpflanze vorkommt, Teer, welches bei der Verbrennung entsteht und Kohlenmonoxid, ein Gas, das ebenfalls bei der Verbrennung entsteht.

Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe und N-Nitrosamine werden als hauptsächliche Kanzerogene des Tabakrauchs angesehen. Bisher wurden ca. 90 nachweislich kanzerogene Stoffe nachgewiesen.

Zusätze in der Zigarette

Eine Vielzahl von Zusatzstoffen werden dem Zigarettentabak von den Herstellern legal zugesetzt (Tabakverordnung, TabV). Darunter sind unter anderem

  • geschmackgebende Zutaten (Gemische von Aromen, Gewürze, Zucker, Honig, Pflanzenextrakte),
  • Feuchthaltemittel (Glycerin, Propylenglycol, o-Phosphorsäure),
  • Weissbrandmittel (Alaun, Al-hydroxid und -salze, Al- und Mg-oxide, Talk, Kieselsäure, Säuren, Ammoniumsalze)
  • Konservierungsmittel (Benzoesäure, Ameisensäure, Propionsäure), Klebe- und Bindemittel (Kollodium, Cellulose, Shellak).

Von den wahrscheinlich etwa 600 Stoffen, die bei der Herstellung zugefügt werden, sind aber auch Stoffe dabei, die nicht rechtlich geregelt sind. Sie haben v.a. zum Zweck, den Tabakrauch bekömmlicher zu machen und die Aufnahme des Nikotins zu beschleunigen bzw. die Menge des verfügbaren Nikotins zu erhöhen. Aus Dokumenten der Tabakindustrie, die sie aufgrund von Gerichtsentscheiden offenlegen mussten, wird ersichtlich, wie gezielt Additive erforscht und entwickelt wurden, um das Nikotin wirkungsvoller zu machen und damit mehr Kunden an die Zigarettenmarke zu binden.

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Referenzen

Bundesamt für Gesundheit BAG, Opens external link in current windowInformationen zu Zusatzstoffen 

Deutsches Krebsforschungszenturm, Opens external link in current windowInformationen zur Gesundheitsgefährdung durch Tabakzusatzstoffe

Rote Reihe, Deutsches Krebsforschungszentrum (2008): Tabakrauch - ein Giftgemisch. DKFZ, Heidelberg, http://www.tabakkontrolle.de/pdf/FzR_Giftgemisch.pdf  

Öffentlicher Gesundheitsdienst der USA; http://www.surgeongeneral.gov/library/reports/tobaccosmoke/chapter3.pdf


WHO, The scientific Basis of tobacco product legislation Opens external link in current windowhttp://www.who.int/fctc/guidelines/ArtElevenWHOThree.pdf

Centers for Disease Control and Prevention. Receipt of advice to quit smoking in Medicare managed care—United States, 1998. JAMA 2000;284:1779-81. 

Stevenson T et al. The Secret and Soul of Marlboro: Phillip Morris and the Origins, Spread, and Denial of Nicotine Freebasing. Am J Public Health.2008; 98: 1184-1191

 Hukkanen J, Jacob P 3rd, Benowitz NL., J; Jacob P, 3rd; Benowitz, NL (March 2005). "Metabolism and Disposition Kinetics of Nicotine"Pharmacol Rev. 57 (1): 79–115. 

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