Prävalenz

In der Schweiz ist der Raucheranteil in den letzten Jahren eher gesunken. Am meisten sank der Raucheranteil bei den 35- 44-jährigen. Der höchste Anteil hat die Altersgruppe der 20 – 24-jährigen, nämlich 40 %.

Im mitteleuropäischen Vergleich liegt die Schweiz damit ungefähr gleichauf. Allerdings sind die Zahlen nur beschränkt direkt vergleichbar, weil die Erhebung in der Schweiz nicht nach denselben Kriterien gemacht wird wie bei der WHO.

Raucheranteile der 14- bis 65-jährigen Wohnbevölkerung der Schweiz
  2001 2003 2005 2007 2009
Männer 37 % 34 % 35 % 33 % 30 %
Frauen 30 % 28 % 26 % 24 % 24 %
Total 33 % 31 % 30 % 29 % 27 %

Prävalenz in der Schweiz – Tabakmonitoring 2007

Der Raucheranteil in der 14- bis 65-jährigen Wohnbevölkerung der Schweiz lag im Jahr 2009 bei insgesamt 27 Prozent: 30 % der Männer und 24 % der Frauen.
19 % davon rauchen täglich, 8 % davon nicht täglich.

54 % der Raucher möchten gerne mit dem Rauchen aufhören, 30% davon innerhalb der nächsten 6 Monate. 30 % der Raucher versuchen jedes Jahr einen Rauchstopp, aber nur 2 % sind nach 12 Monaten noch rauchfrei.

  • Die täglichen Raucher rauchen am häufigsten zu Hause.
  • Die nicht-täglichen Raucher rauchen am häufigsten in Restaurants, Cafés und Bars.
  • Der durchschnittliche Tageskonsum beträgt bei den täglichen Rauchern ca. 15 Zigaretten (16,7 bei den Männern und 13,2 bei den Frauen).
  • 47% der rauchenden Männer konsumieren 20 oder mehr Zigaretten pro Tag.
  • 30% der rauchenden Frauen konsumieren 20 oder mehr Zigaretten pro Tag.
  • Am meisten starke Raucher (täglich 20 oder mehr Zigaretten) finden sich bei den 55- bis 65-jährigen Rauchern (62%) und bei den 45- bis 54-jährigen Raucherinnen (36%).

Tabakbedingte Sterblichkeit

  • Im 20. Jahrhundert starben weltweit mehr als 100 Millionen Menschen an den Folgen des Rauchens und jährlich kommen über 5 Millionen neue Tabakopfer hinzu.
  • 2007 starben in der Schweiz 9'200 Personen (oder 15 % aller Todesfälle) an den Folgen des Tabakkonsums. Betroffen sind entsprechend den Rauchgewohnheiten der letzten Jahrzehnte 70% der Männer und 30% der Frauen.
  • Je 41 % dieser Todesfälle werden durch tabakbedingte Herz-Kreislauf-Krankheiten und Krebs verursacht, 22 % durch Lungenkrebs. 18 % der Todesfälle werden durch Atemwegserkrankungen bedingt.
  • 50 % der Raucher, die ein Leben lang regelmässig geraucht haben, sterben an einer tabakinduzierten Krankheit, 25 % davon sogar vor Erreichen des 64. Altersjahrs.

Kosten

Der Tabakkonsum verursachte 1995 laut einer Studie der Uni Neuenburg direkte Kosten von 1,2 Mia. Franken und indirekten Kosten (Arbeitsausfall, Invalidität etc.) von ca. 3,8 Mia.

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Referenzen

Keller R, Radtke T, Krebs H, Hornung R. Der Tabakkonsum der Schweizer Wohnbevölkerung in den Jahren 2001 bis 2007-Zusammenfassung des Forschungsberichts 2008. www.tabakmonitoring.ch

Tobacco control database [online database]. Copenhagen, WHO Regional Office for Europe, 2006. http://data.euro.who.int/tobacco

The world health report 2002 – Reducing risks, promoting healthy life. Geneva, World Health Organization, 2002. http://www.who.int/whr/2002/

Doll R et al. Mortality in relation to smoking: 40 years' observations on male British doctors. BMJ 1994; 309(6959): 901-11. Up-date: Doll R et al. Mortality in relation to smoking: 50 years' observations on male British doctors. BMJ 2004; 328(7455): 1519-27

Bundesamt für Statistik, 2009

Vitale S, Priez F, Jeanrenaud C. Die sozialen Kosten des Tabakkonsums in der Schweiz: Schätzungen für das Jahr 1995, Universität Neuenburg 1998

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