Wasserpfeife

Der Tabakrauch einer Wasserpfeife (oder Narghile, Shisha, Hookah) enthält grundsätzlich dieselben Stoffe wie die Zigarette, also auch Nikotin, Teer, Kohlenmonoxid etc. Das Rauchen von Wasserpfeifen ist folglich für die Gesundheit ebenso schädlich wie das Rauchen von Zigaretten. Bei der Wasserpfeife verglimmt der Tabak indirekt über einer glühenden Kohle bei rund 450 Grad, bei der Zigarette verbrennt der Tabak direkt bei 800 bis 900 Grad. Aber eine niedrigere Temperatur bedeutet keineswegs weniger Schadstoffe.

Schadstoffe im Rauch der Wasserpfeife

Bei der Wasserpfeife wird der Rauch durch das Wasser gesogen und abgekühlt. Der Rauch wird aber dadurch nicht gefiltert. Im Gegensatz zur Zigarette wird der Wasserpfeifentabak nicht verbrannt, sondern bei circa 100 Grad Celsius verschwelt. Das heisst, er glimmt bei deutlich niedrigeren Temperaturen, was zu einer nennenswert höheren Kohlenmonoxid- und Schadstoffbelastung führt. Der Rauch der Wasserpfeife ist deshalb nicht weniger schädlich als der von der Zigarette, insbesondere auch weil wesentlich länger geraucht wird und weil der gekühlte Rauch tiefer inhaliert werden kann, ohne im Hals zu kratzen.

Wasserpfeifenrauchen kann süchtig machen

Nikotin ist der Stoff im Tabakrauch, der süchtig macht. Verglichen mit dem Zigarettenrauch ist nach dem Wasserbad der Nikotingehalt tiefer. Aber eine Wasserpfeife wird anders konsumiert als eine Zigarette.

Das Rauchen einer Wasserpfeife dauert ungefähr 45 Minuten, also wesentlich länger als das Zigaretterauchen. In dieser Zeit wird natürlich viel mehr Tabakrauch inhaliert als bei einer einzelnen Zigarette. Entsprechend viel Nikotin gelangt in die Lunge. Deshalb kann auch das Wasserpfeifenrauchen zur Nikotinsucht führen.

Zusatzstoffe im Wasserpfeifentabak

Tabakhersteller bringen laufend Wasserpfeifentabak mit neuen Aromen auf den Markt: Apfel, Banane, Erdbeere, Kokosnuss, usw. Diese künstlichen Aromen sind an sich nicht besonders schädlich, begünstigen aber den Einstieg ins Rauchen. Die fruchtigen Aromen machen den Tabakrauch milder.

Risiko für die Übertragung von Infektionskrankheiten

Der Speichel kann Krankheitserreger enthalten. Reicht man einander den Schlauch einer Wasserpfeife mit dem gleichen Mundstück in der Runde weiter, können auf diesem Weg ansteckende Krankheitserreger von einem Mund zum anderen übertragen werden.

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Referenzen

Wasserpfeife – die süsse Versuchung. Fakten zum Rauchen. Deutsches Krebsforschungszentrum, Heidelberg

Gatrad R, Gatrad A, Sheikh A (2007) Hookah smoking. BMJ, 335, 20

Maziak W et al. (2008): Waterpipe-associated particulate matter emissions. Nicotine.Tob.Res., 10, 519–523

Maziak W, et al. (2004): Tobacco smoking using a waterpipe: a re-emerging strain in a global epidemic. Tob Control, 13, 327–333


Daher N et al (2010): Comparison of carcinogen, carbon monoxide, and ultrafine particle emissions from narghile waterpipe and cigarette smoking: Sidestream smoke measurements and assessment of second-hand smoke emission factors. Atmospheric Environment, 44 (1) 8-14

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